Mathematik: Lineare Gleichungssysteme
Definition
Grafische Sicht
Lineare Gleichungssysteme sind Systeme von 2 Funktionsgleichungen von Geraden (siehe auch hier). In diesen kommen die Variablen x, y vor. Die sogenannten Lösungen x und y bilden den Schnittpunkt der Geraden. Ein Beispiel für ein so definiertes Gleichungssystem wäre:
| y = 2x + 6 | | y = (3/4)x + 3 |
Rechnerische Sicht
Lineare Gleichungssysteme sind 2 beliebige Gleichungen der Form ax + by = c, die ein Lösungspaar (x, y) haben.
Lösungsmöglichkeiten
Grafisches Verfahren
Dieses Verfahren funktioniert folgendermaßen:
- Forme alle Gleichungen zu Gleichungen der Form
y = mx + bmit Hilfe von Äquivalenzumformungen um. - Zeichne die Geraden der zugehörigen, nun entstandenen Funktionsgleichung in einem Koordinatensystem.
- Nun ist der Schnittpunkt im Koordinatensystem erkennbar. Dies ist die Lösung des Systems.
Ein Beispiel wäre:
| 2x + y = 6 | | y = (5/2)x + 2 |
Gleichsetzungsverfahren
Eines der rechnerischen Verfahren ist das Gleichsetzungsverfahren. Es funktioniert so:
- Forme alle beiden Gleichungen zur Gleichung
ax = by + coderby = ax + c. Dabei ist in beiden Gleichungen das a bzw. b gleich. - Nun setze die anderen Seiten gleich und isoliere die verbleibende Variable.
- Setze die gefundene Variable in eine der beiden Gleichungen ein.
Einsetzungsverfahren
Dieses funktioniert so:
- Isoliere in einer der Gleichungen eine der Variable.
- Setze diesen Term in die andere Gleichung ein.
- Isoliere die verbleibende Variable und setze die nun herausgefundene Variable in die andere Gleichung ein.
Additionsverfahren
Dieses funktioniert so:
- Multipliziere eine der Gleichungen so, dass der Koeffizient einer der Variablen das additive Inverse des Koeffizientes der gleichen Variable in der anderen Gleichung ist.
- Addiere die Gleichungen und isoliere die verbleibende Variable.
- Setze die gefundene Variable die andere Gleichung ein.